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Bargeld im Ausland abheben: Diese Kosten erwarten dich

Wer Bargeld im Ausland abheben möchte, sollte sich vorab über mögliche Gebühren informieren. Denn oft fallen sowohl bei der eigenen Bank als auch beim Geldautomatenbetreiber zusätzliche Kosten an. Besonders tückisch ist die sogenannte „Sofortumrechnung“, die in vielen Ländern angeboten wird. Diese Option sollte vermieden werden, da der Wechselkurs meist schlechter ist als bei einer direkten Abhebung in der Landeswährung.

Bargeld im Ausland abheben – Kostenfallen vermeiden

Viele Banken erheben für Abhebungen mit Kredit- oder EC-Karten Gebühren, die je nach Anbieter variieren. Neben diesen Kosten verlangen viele ausländische Geldautomatenbetreiber eine zusätzliche Gebühr, die oft erst kurz vor der Bestätigung der Abhebung angezeigt wird. Diese Extrakosten können je nach Land unterschiedlich hoch ausfallen und sind meist unvermeidbar.

Besonders teuer wird es, wenn man die angebotene „Sofortumrechnung“ akzeptiert. Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest kann der Verlust hier bis zu 13,7 Prozent betragen. Deshalb sollte man immer die Abrechnung in der Landeswährung wählen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Wechselkurs: Einige Banken bieten eigene Umrechnungskurse an, die von den offiziellen Devisenkursen abweichen. Diese schlechteren Kurse können dazu führen, dass der abgehobene Betrag spürbar geringer ausfällt. Um eine böse Überraschung zu vermeiden, empfiehlt es sich, vorab die Konditionen der eigenen Bank zu prüfen.

Tageslimits für Abhebungen spielen ebenfalls eine Rolle. Viele Banken setzen für das Bargeld im Ausland abheben eine Höchstgrenze fest, sodass wiederholte Abhebungen notwendig sein können. Dadurch entstehen mehrfach Gebühren. Eine Möglichkeit, diese Kosten zu umgehen, besteht darin, größere Beträge auf einmal abzuheben.

Alternativ können Reisende über Kreditkarten nachdenken, die weltweit kostenlose Abhebungen ermöglichen. Es gibt spezielle Reisekreditkarten, die sich für Vielreisende besonders lohnen. Auch der Einsatz von mobilen Bezahldiensten wie Apple Pay oder Google Pay kann eine gebührenfreie Alternative sein.

Neben Bargeld kann es sinnvoll sein, eine Mischung aus Zahlungsmethoden zu nutzen. Kreditkarten und Debitkarten bieten oft bessere Wechselkurse als Bargeldabhebungen, vor allem wenn sie speziell für Reisen konzipiert sind. Zudem gibt es in manchen Ländern Banken, die Partnernetzwerke mit internationalen Banken haben, sodass Kunden von kostenfreien oder vergünstigten Abhebungen profitieren können.

Ein Blick auf lokale Gepflogenheiten kann ebenfalls helfen: In manchen Ländern wie Schweden oder Norwegen wird kaum noch mit Bargeld bezahlt, während in anderen Regionen, wie beispielsweise in Japan oder auf südostasiatischen Märkten, Bargeld immer noch das bevorzugte Zahlungsmittel ist.

Wer sich vorab informiert, kann unnötige Kosten vermeiden und den Urlaub unbeschwert genießen.

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